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SketchUp: Leuchtende Kanten beim Texturieren beseitigen!

Das Texturieren von 3D-Objekten in Googles SketchUp hat so seine Tücken. Nicht immer sieht das Ergebnis sofort präsentationstauglich aus.

Meine beiden SketchUp-Workshops “Kugel erstellen” und “gebogene Treppen” erfreuen sich großer Beliebtheit. Darum setzte ich die Serie heute fort und gehe auf ein Problem beim Texturieren ein, über das ich mich häufig ärgere…

Das Problem: Durchscheinende Kanten!

Besonders bei aufwändigen Objekten mit vielen verschachtelten Formen kommt es vor, dass die Kanten hässlich weiß/untexturiert “leuchten”, obwohl das Modell komplett texturiert wurde.

Dadurch wird das mühsam erstellte Modell für Präsentationen oder Screenshots unbrauchbar.

Solche schimmernden Kanten wirken im Modell noch störender als auf dem Screenshot.

Ein weiteres Problem ist, dass die flimmernden Kanten meist erst gegen Ende der 3D-Modellierung auffallen und die Reparatur dann viel Zeit in Anspruch nimmt.

Der ungewünschte Effekt wird noch verstärkt, wenn man die Anzeige von Kanten und Profilen abschaltet, um ein natürlicheres Bild vom Modell zu erlangen.

Der Grund: Innen keine Texturierung!

Jede 3D-Form muss nicht nur von außen, sondern auch von innen texturiert werden, damit die leuchtenden Kanten verschwinden. Das ist natürlich doppelt ärgerlich, da man das Innere von Wänden etc. ja eigentlich gar nicht sieht und dieses Extra-Texturieren außerdem zu einer ziemlichen Fummelarbeit werden kann.

Wie lässt sich dies also vermeiden?

1) Jede neue Grundform sofort texturieren, bevor daraus das Objekt modelliert wird. Dazu kann man simple Farbtexturen nehmen, die sich später im Fenster “Materialien/Bearbeiten” durch die eigentliche Textur ersetzen lassen:

Jede Grundform sollte sofort beidseitig (!) texturiert werden...

...dann werden auch die Innenseiten des daraus geformten Modells tapeziert.

Allerdings kann sich dieses Verfahren besonders bei spontanen und schnellen Projekten etwas kontraproduktiv auswirken, da man dazu neigt, munter drauf los zu modellieren, ohne den kreativen Prozess ständig mit Tapezierarbeiten unterbrechen zu wollen.

Dann hilft am Ende nur wieder fummeln, oder Sie versuchen folgendes:

2) Ist das untexturierte Modell schon sehr weit fortgeschritten oder fertig, öffnen Sie das Modell an einer Stelle, die sich leicht wieder reparieren lässt.

Entfernen Sie einfach eine Fläche, um ein paar Innenbereiche frei zu legen.

Wählen Sie dann das komplette Modell aus (“Bearbeiten/Alles auswählen” oder “Strg + A”), nehmen Sie eine Textur (Materialien) und klicken Sie auf eine der Innenflächen.

Im Normalfall sollte dadurch das Modell komplett von innen texturiert werden. Schließen Sie nun wieder die Lücke und texturieren Sie das Modell von außen.

Durch eine Lücke im Modell kann man dessen Innenflächen gut erreichen.

Alles auswählen und mit dem Farbeimer auf eine der Innenflächen klicken.

Ich empfehle für die Innenbereiche entweder die Textur zu verwenden, die außen am häufigsten am Modell vorkommt, oder die schwarze Farbtextur.

Am Ende können Sie die Innentextur im “Bearbeiten”-Reiter des “Materialien”-Fensters soweit verändern und anpassen, bis die Kanten gut aussehen und zum Modell passen.

Die Lücke in der Außenhaut wird geschlossen, das Modell fertig texturiert.

Mit dieser Methode ersparen Sie sich die kleinliche Fummelarbeit. Es müssen aber auch Abstriche gemacht werden, da für die Innenbereiche nur ein Farbton verwendet wird, was vielleicht nicht an allen Stellen des Modells gut aussieht…

…aber sicher immer noch viel besser als die flimmernden Leuchtkanten.

Kategorie: Tutorien
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Veröffentlicht am 12.04.2010 von admin | Was sagen Sie dazu?

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