Webseiten-Betreiber agieren manchmal wie Kühe: Eine Kuh geht vor, die anderen trotten einfach hinterher.
Solch ein Verhalten lässt sich momentan wieder gut beobachten, wenn es um den Copyright-Vermerk auf Webseiten geht.
Ein entsprechender Vermerk sieht meist so aus:
©2009. Alle Rechte vorbehalten.
Bei jedem Jahreswechsel wird eifrig die Jahresangabe angepasst und vielerorts werden sogar ganze Workshops zu dieser Prozedur veröffentlicht.
Viele Webmaster und -Misses scheinen sogar zu wissen, dass solch ein Copyright-Vermerk gänzlich überflüssig ist.
Warum wird das Zeichen © trotzdem so gerne genommen? Und welche Alternativen gibt es überhaupt?
Kurz gesprochen, das Copyright-Zeichen stammt aus den USA, wo sich das Urheberrecht gänzlich von dem unsrigen in Deutschland unterscheidet. Aber seitdem die USA dem Berner Abkommen zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst beigetreten sind – das war schon 1989 – ist es schlicht unnötig, seine Werke (Webseiten) mit einem Copyright-Vermerk zu versehen.
In Deutschland gilt sowieso, dass jedes Werk automatisch urheberrechtlich geschützt ist und nicht extra gekennzeichnet werden muss – sofern das Werk überhaupt die nötige “Schöpfungshöhe” (tolles deutsches Wort) aufweist.
Möglicherweise sind sich viele ihrer Schöpfungshöhe nicht bewusst und denken, das Copyright-Zeichen würde dann schon für den nötigen Respekt sorgen. Ebenfalls ein Trugschluss.
Das Copyright-Zeichen © ist pure Optik.
Also bringen gerade wieder viele Webseiten-Betreiber ihren Copyright-Vermerk auf den “neuesten Stand”, wohl weil es einfach irgendwie toll und professionell aussieht…
Es ist natürlich nicht verboten, seine Seite mit dem beliebten (c) auszustatten. Es ist völlig llegitim, auf diese Weise darauf aufmerksam zu machen, dass hier jemand seine Grafiken, Texte und anderen Inhalte urheberrechtlich schützt (Vorsicht bei fremden Inhalten in Verbindung mit eigenem Copyright-Vermerk).
Allerdings gibt es da noch eine weitaus bessere Methode, mit der eigenen Urheberschaft umzugehen…
Wer sich ebenfalls gerade mit der 2009er Copyright-Umstellung befasst und dabei nicht nur Kuh-Neutral (re)agieren will, sollte die Gelegenheit nutzen und auf eine Creative Commons Lizenz umsteigen.
Eine Creative Commons Lizenz hat viele Vorteile:
Auch gibt es CC Lizenzen in unterschiedlichsten Ausführungen für praktisch jede Konstellation. Besonders für Webseiten und deren vielfältigen Medien ist Creative Commons besonders geeignet.
Warum also nicht endlich mal aus der Herde ausbrechen und seine Inhalte zeitgemäß und sinnvoll als geistiges Eigentum kennzeichnen?
Alle erforderlichen Infos finden Sie auf diesen Webseiten: