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	<title>emaster.de &#187; Killerspiele</title>
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	<description>Virtuelle Welten &#124; Kreative Quellen &#124; Menschliche Ansichten</description>
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		<title>Killerspiele-Verbot – Ich bin dagegen!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 09:36:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotiz]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Verbot]]></category>

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		<description><![CDATA[Man muss Action-Spiele, Ego-Shooter und Co. nicht mögen. Aber so genannte “Killerspiele” bringen niemanden um. Ich persönlich bin wahrlich kein Fan von Action-Computerspielen. Ich fühle mich eher in anderen Genres gut aufgehoben. Aber das tut nicht weiter zur Sache. Denn wieder mal wollen mir bestimmte Politiker weiß machen, “Killerspiele” – übrigens noch immer kein klar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="Article">
<h2>Man muss Action-Spiele, Ego-Shooter und Co. nicht mögen. Aber so  genannte “Killerspiele” bringen niemanden um.</h2>
<p>Ich persönlich bin wahrlich kein Fan von Action-Computerspielen. Ich  fühle mich eher in anderen Genres gut aufgehoben. Aber das tut nicht  weiter zur Sache.</p>
<p>Denn wieder mal wollen mir bestimmte Politiker weiß machen,  “Killerspiele” – übrigens noch immer kein klar definierter Begriff –  seien das Übel der Menschheit, würden Menschen zu Mördern machen und  gehörten deshalb verboten. Und zwar ganz und gar, auch das Herstellen  solcher Action-Titel soll demnächst verboten werden.</p>
<p>Ja geht’s noch?</p>
<p><span id="more-86"></span></p>
<h3>Petition gegen das “Killerspiele”-Verbot!</h3>
<p>Allein um sich gegen die politische Ignoranz, das süffisante “Wir  machen was wir wollen”-Lächeln und die völlige Beratungsresistenz der  für Unsinn wie das “Killerspiel”-Verbot verantwortlichen Politiker zu  erheben, gilt es für Demokraten jetzt wieder, eine entsprechende  Petition auf der Webseite des Deutschen Bundestags mitzuzeichnen.</p>
<p>Zeigen Sie den Politikern mit Ihrer Mitzeichnung:</p>
<ul>
<li>Ihr liegt falsch! Ich bin mit eurer Politik nicht einverstanden.</li>
<li>Ihr könnt mich nicht als “Nicht-Wähler” abtun.</li>
<li>Nein, euch wähle ich ganz sicher nicht!</li>
</ul>
<h3>Der original Petitions-Text!</h3>
<p>Zuletzt wurde in Bezug auf die äußerst erfolgreiche Petition gegen  Internetsperren vielfach behauptet, die Unterzeichner seien für  Kinderpornos. Solche Behauptungen sind nicht nur fahrlässig, falsch und  unverschämt, ihre Urheber gehören eigentlich bespuckt und geschlagen.  Pfui Teufel.</p>
<p>Damit es bei der Petition gegen das “Killerspiel”-Verbot weniger  Möglichkeiten gibt, an den Argumenten herumzuschrauben, dokumentiere ich  hier den original Petitions-Text:</p>
<blockquote>
<div id="pet_text">
<h4>Text der Petition</h4>
<div>Der Deutsche Bundestag möge sich gegen den Beschluss der  Innenmisterkonferenz vom 5. Juni 2009 entscheiden, der ein  “Herstellungs- und Verbreitungsverbot” von Action-Computerspielen  vorsieht.</div>
<h4>Begründung</h4>
<div>Aktueller Anlass ist der am 5. Juni 2009 erfolgte Beschluss der  Innenministerkonferenz der Länder, der ein “Herstellungs- und  Verbreitungsverbot” von Action-Computerspielen vorsieht.</div>
<div>Dieser Beschluss ist eine Reaktion auf den entsetzlichen Amoklauf  eines 17-jährigen Jugendlichen im baden-württembergischen Winnenden, der  die Diskussion um die Wirkung von Computer- und Videospielen neu  entfacht hat.</div>
<div>(Vor-)schnelle Verbotsforderungen werden den vielschichtigen  Aspekten solcher Ereignisse nicht gerecht, wirken im Gegenteil eher  verharmlosend und verhindern so eine gründliche Aufarbeitung.</div>
<div>Mit Bedauern stelle ich fest, dass die Debatte von Unkenntnis,  Polemik, Unsachlichkeit und Vorurteilen geprägt ist, gerade aus den  Reihen der Politik.</div>
<div>“Gewaltverherrlichende” Medien hingegen sind aus gutem Grund  verboten. Doch ein prinzipielles Herstellungs- und Vertriebsverbot von  Filmen und Computerspielen für Erwachsene steht aus meiner Sicht im  Widerspruch zu Artikel 5 unseres Grundgesetzes (”Eine Zensur findet  nicht statt”).</div>
<div>Vielmehr gilt es, Kinder und Jugendliche vor Inhalten zu schützen,  die nicht für ihr jeweiliges Alter freigegeben sind. In Deutschland  gelten schon jetzt die europaweit strengsten Gesetze; Mitte 2008 wurde  das Jugendschutzgesetz auf Initiative von Bundesfamilienministerin  Ursula von der Leyen noch einmal erweitert. Seit 1. April 2003 versieht  die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) Computer- und  Videospiele – analog zu Spielfilmen – mit eindeutigen, auffälligen  Alterskennzeichnungen; fünf Prozent der im Jahre 2008 geprüften Spiele  sind auf ein erwachsenes Publikum zugeschnitten und werden daher mit  “Keine Jugendfreigabe” eingestuft.</div>
<div>Diese Kennzeichnung ist ein hoheitlicher Verwaltungsakt durch die  Obersten Landesjugendbehörden. Produkte, die den strengen Kriterien  nicht genügen, werden nicht gekennzeichnet und können demnach von der  Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert werden.</div>
<div>Als volljähriger Bürger und Wahlberechtigter bitte ich Sie  nachdrücklich, …<br />
• den irreführenden und diskriminierenden Begriff “Killerspiele” aus der  politischen Diskussion zu nehmen.<br />
• das Vertrauen der Öffentlichkeit in die bestehenden staatlichen  Jugendschutzmechanismen zu stärken.<br />
• den Vollzug bestehender Gesetze zu verbessern und zu gewährleisten,  dass Kindern und Jugendlichen nur Computer- und Videospiele entsprechend  der USK-Jugendfreigabe zugänglich gemacht werden.<br />
• Eltern, Pädagogen sowie erzieherisch verantwortliche Personen bei der  Förderung der Medienkompetenz zu unterstützen.<br />
• die Computer- und Videospiele-Branche in Deutschland und insbesondere  die Ausbildung in diesen zukunftsträchtigen Berufen zu fördern.</div>
</div>
</blockquote>
<h3>Petition startet erfolgreich!</h3>
<p>Über 16.000 Bürger haben momentan bereits mitgezeichnet. Auch wenn  der Server von bundestag.de häufig überlastet ist, <a title="Petition   auf bundestag.de" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4958" target="_blank">zeichnen Sie bitte mit, sofern Sie mit dem  Petitions-Text einverstanden sind</a>.</p>
<p>Und falls Sie den Eindruck haben, dass solche Petitionen von den  Politikern gar nicht wahrgenommen werden (womit Sie gar nicht so falsch  liegen); die nächste große Petition ist bereits in Vorbereitung und  dürfte durchaus bei den werten Damen und Herren wahrgenommen werden:</p>
<p>Sie findet am 27. September statt und heißt Bundestagswahl.</p>
</div>
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