Vorratsdatenspeicherung. Protokollierung der Telekommunikation. Auch die von deiner Oma.
Biometrischer Personalausweis “ePerso”. Ab November, inkl. Sicherheitsrisiko.
Elena. Arbeitnehmer-Totalerfassung. Das finstere Vorhaben ist noch nicht gestoppt.
Netzsperren. Suchen jetzt den Weg durch die EU-Hintertür.
Zensur. Auch in demokratischen Systemen offenbar allzu verlockend.
SWIFT-Abkommen. Bereits preisgekrönt mit dem “Big Brother Award“.
Internet-Reset-Knopf. Irgendeine kranke Idee, die allen eine Warnung sein sollte.
JMStV. Der Jugendmedien-Staatsvertrag. Erschreckendes Bollwerk der Ignoranz und Inkompetenz.
Nackt-Scanner. So was haben wir uns mit 12 auf dem Schulhof gewünscht.
Bundes-Trojaner. Staatliche Viren-Verseuchung. Zum Glück sind wir alle gläserne Patienten.
Volkszählung. Als wäre das Volk nicht schon längst ausgezählt.
Wer nun das Fotografieren von öffentlichen Straßenzügen immer noch ganz furchtbar schlimm findet, bei dieser kleinen Auswahl staatlich verordneter Schnüffelei aber Augen und Ohren verschließt, bei dem ist wohl etwas aus dem Gleichgewicht geraten. Aber für Aufklärung ist es noch nicht zu spät. Einige informative Links habe ich hier zusammengestellt…
UPDATE: Die Petition hat bereits die Rekordmarke überschritten und ist am letzten Tag der Frist zur meist gezeichneten ePetition in Deutschland geworden.
Jetzt geht es in die Vollen. Nur noch etwa 3.000 Mitzeichner fehlen, damit die Online-Petition gegen Netzsperren einen neuen Rekord aufstellt…
Doch auch wenn es nicht geschafft werden sollte, die Zahl 128.193 zu knacken und damit zur meist gezeichneten Petition zu werden – Die Abstimmung ist ein voller Erfolg, bereits in die Geschichte eingegangen und ein Sieg der Demokratie in Deutschland.
Obwohl natürlich besonders im konservativen Lager und bei den alten Genossen der SPD eher Ablehnung oder, noch schlimmer, Ignoranz vorherrscht.
Es ist ein deutliches Raunen durch Deutschland gegangen. Die Ideen von Frau Von der Leyen haben das Freiheitsgefühl vieler Bürger bis ins Mark erschüttert und das Demokratieverständnis wach gerüttelt.
Aber damit ist die Sache “Netzsperren” natürlich noch längst nicht erledigt und vom Tisch!
Ich möchte all meine Leser noch einmal bitten, jetzt noch mitzuzeichnen (falls noch nicht geschehen) und das Thema in den Blogs als Autor oder Kommentator weiterhin hoch zu halten. Diese Bitte richtet sich auch an professionelle Journalisten, in deren Sinne der Online-Protest ebenfalls sein dürfte.
Diskutieren Sie das Problem weiterhin mit Freunden, Familie und Kollegen. Sorgen Sie für Aufklärung und lassen Sie sich auch weiterhin von “Internet-Ausdruckern” nichts erzählen.
Und in einem großen Wahljahr wie diesem sollten Sie das Politikerverhalten gut studieren und auf Ihrem Stimmzettel berücksichtigen.
Eine umfassende Auflistung aller Argumente finden Sie auf der Internetseite von Constantin Rack: www.zeichnemit.de
Die Angst, auf der schwarzen Liste der vermeintlichen Kinderschänder zu landen, war schnell überwunden. Offenbar hat Ursula von der Leyen mit ihren Plänen zu Internetsperren das Fass zum Überlaufen gebracht.
In Rekordtempo fanden sich 50.000 Unterzeichner der offiziellen Petition gegen Internetsperren, trotz Serverüberlastungen und viel Unruhe in der Forum-Diskussion…
Nicht nur als Internetnutzer, sondern auch als Demokrat darf man auf diese Bewegung stolz sein. Es ist nicht nur ein Trend, ein kurzer Hype. Die Menschen in Deutschland sind es einfach satt, ständig reguliert, überwacht und pauschal-verdächtigt zu werden.
Die Petition ist ein mehr als eindeutiges Signal an die Regierenden, endlich den Rückwärtsgang einzulegen. Denn die Freiheit in Deutschland ist bereits durch die Vorratsdatenspeicherung und andere Einfälle des Innenministers stark eingeschränkt. Stein um Stein wird an einem Zensur- und Überwachungsgebäude gebaut, ein Trend der sich nicht fortsetzen darf.
Internetnutzer sind keine potentiellen Verbrecher! Und Kindesmissbrauch findet nicht im Internet statt, sondern hauptsächlich in den geheimen Kellerlöchern, Wohn- und Kinderzimmern dieser Welt – übrigens keineswegs in irgendwelchen hinterweltlichen Staaten, in denen man rechtlich nicht an die Pedo-Kriminellen herankommt.
Die Familienministerin hat einen kapitalen Bock geschossen und dafür heute in den frühen Morgenstunden die Quittung bekommen. Völlig überzogene Maßnahmen, die dazu auch noch total am Ziel vorbeischießen, sind keine akzeptable Methode, in Deutschland Politik zu betreiben.
Die Netzsolidarität hat prima funktioniert. Gerade im großen Wahljahr dürfte so mancher Kandidat angesichts dieses deutlichen Signals mächtig ins Schwitzen kommen. Ich möchte daher alle bitten, die Maschine am Laufen zu halten und sich weiter im Internet zu engagieren.
Das gilt besonders für alle, die die Petition noch nicht mitgezeichnet haben und meinen, es wäre jetzt nicht mehr nötig. Ist es doch! Also weitermachen…