Also, die Lage im Sudan ist ernst. Ist zwar nicht wirklich ein Thema in unseren wetterlastigen Nachrichten (die Kanzlerin hat Erkältung und schickt ihren Gatten allein zum Einkaufen), aber trotzdem…
Der Sudan ist ein Land in Afrika, das einen 20-jährigen Bürgerkrieg zwischen Nord und Süd (nicht West und Ost) seit einigen Jahren hinter sich hat. Nun ja, nicht ganz, denn demnächst, am 9. Januar 2k11, stimmt das Südvolk über seine Unabhängigkeit ab, was möglicherweise zu neuen Gewaltausbrüchen führen wird.
Was wäre aber, wenn man mal ein paar prominente Augen über den Sudan wachen ließe? Das dachte sich George Clooney, der sich neben Google auch noch UNOSAT (Satelittenprogramm der UNO) und diverse Hilfsorganisationen ins Boot holte, um satsentinel.org auf die Beine zu stellen. Internetüberwachung einmal anders.
Wir kamen zu spät in Ruanda, wir kamen zu spät im Kongo, wir kamen zu spät in Darfur. Uns bleibt keine Zeit im Sudan!
Mit der Mischung aus Google Maps und Feldberichten soll es potentiellen Kriegsverbrechern schwerer gemacht werden, ihre Greueltaten zu verbergen. Big Brother is watching you, torturer!
Ich finde, das ist ein gescheiter Versuch, einen erneuten Bürgerkrieg zwischen Nordan und Südan zu verhindern. Die Lage im Sudan ist schlimm genug, wie man auf satsentinel.org erfahren kann. Wirklich, auch wenn es schwer zu glauben ist, aber es gibt noch Schlimmeres als Ursula von der Leyen.