Der große Hype um die virtuelle Welt Second Life ist in Deutschland ja schon seit etwa 3 Jahren vorbei…
Vorbei die Zeit der Titelblätter, Sonderhefte und Extraberichte. Vorbei die Hysterie unter Firmenchefs, noch schnell eine virtuelle Firmenzentrale im SL zu eröffnen, bevor man einen wichtigen Trend verpasst.
Inzwischen hat die breite Öffentlichkeit den Rummel um Second Life längst wieder vergessen. Manch einer mag sogar denken, auf dem Grid wäre gar nichts mehr los. Dies ist aber mitnichten der Fall…
Im ersten Quartal 2010 hat Second Life schlicht und ergreifend eine neue Bestmarke in Sachen Umsatz aufgestellt. Die Nutzer-zu-Nutzer Transaktionen beliefen sich dabei auf 160 Millionen US Dollar.
Nicht nur das, auch bei der Anzahl der aktiven Einwohner freute man sich im März über das neue Allzeit-Hoch von 826.214 Cyberseelen.
Second Life bleibt damit die unangefochtene Nummer 1 unter den virtuellen Welten.
Zunächst sieht Linden Labs in der großen Kreativität und der ungebrochenen Energie der Einwohner, Händler und Landbesitzer den Schlüssel des Erfolgs. Man ist sich darüber im Klaren, dass eine Welt ohne Einwohner einem Friedhof gleicht, und bedankt sich daher bei allen SLern. Angesichts vieler Dollarzeichen werden Gedanken an die “kleinen Leute” ja allzu gerne verdrängt.
Man kennt aber auch weitere Gründe für den neuerlichen Wachstumsrekord:
Zu einem rundum positiven Quartalsbericht gehört natürlich auch die Erwähnung der äußerst stabilen Währung. Der Linden-Dollar durchläuft nur leichte Schwankungen, bewegt sich immer knapp oberhalb von 260 L$ / 1US Dollar.
Noch eine beeindruckende Zahl: Die Landfläche in Second Life umfasste im ersten Quartal 2.073 Quadratkilometer. Das wäre, grob in reales Land umgerechnet, immerhin fast so groß wie das Saarland.